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01 | 2017 NEWS

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Überblick

Einführung des

Einführung des Kapitalplanungstools Praxisbericht aus der Sparkasse Rhein-Haardt von Alexander Kregiel, Dr. Sven Heumann, Michael Hoffmann und Frank Marschke (Sparkasse Rhein-Haardt) Die anhaltende Niedrigzinsphase sowie weiter steigende Anforderungen an die Kapitalsituation bei deutschen weniger bedeutenden Instituten (Less Significant Institutions – LSI) im Zuge des aufsichtsrechtlichen Prüfungs- und Überwachungsprozesses – SREP – sorgen dafür, dass die Kapitalplanung weiter im Fokus steht. Ziel ist es, den zukünftig zu erwartenden Kapitalbedarf unter Berücksichtigung möglicher Kapitalaufschläge nach SREP aufzuzeigen und einen möglichen Engpass frühzeitig zu erkennen. Ausgangsbasis ist – neben einer mehrjährigen Gesamthausplanung 1 – die Ermittlung möglicher SREP-Aufschläge (vgl. Abbildung 1): für Institute, die nicht Bestandteil der ersten Stufe für SREP-Kapitalfestsetzung waren, in Form einer Proberechnung und für Institute, die bereits in der ersten Stufe berücksichtigt wurden, in Form von festgesetzten Kapitalzuschlägen für Banken und Sparkassen. Darüber hinaus müssen die Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit (Stichwort: Geschäftsmodellanalyse und mögliche Anpassungen) in Kombination mit der strategischen Planung 2 berücksichtigt werden. Weiter gilt es, mögliche adverse Entwicklungen/Szenarien, die von der Erwartung abweichen, zu integrieren und zu simulieren. Ausgangssituation Im folgenden Praxisbericht der Sparkasse Rhein-Haardt zur Einführung des Kapitalplanungstools werden neben den Zielen der Sparkasse Rhein-Haardt auch der Prozess zur Bearbeitung der Kapitalplanung (vgl. Abbildung 2) bei der Sparkasse aufgezeigt und anhand der RWA-Planung 3 im Detail erläutert. 1 Siehe NEWS 02/2016 – „Bankplanung – aktuelle Anforderungen erfolgreich umsetzen“ 2 Siehe NEWS 03/2016 – „Steuerungscockpit – Strategische Planung optimal begleiten“ 3 RWA-Planung: Planung der risikogewichteten Aktiva (Risk Weighted Assets) 38 I NEWS 01/2017

Unternehmenssteuerung t Stufe1 Stufe 2 Stufe 3 2016 2017 2018 Ende 2018 ca.330 650 – 700 1600 650 – 700 Abbildung 1: Stufenansatz – erwartete SREP-Kapitalzuschläge Ziel der Sparkasse Rhein-Haardt Lösungsbeschreibung Im Vorfeld der Projektplanung wurden die Ziele, die die Sparkasse Rhein-Haardt mit der Einführung des Kapitalplanungstools von msgGillardon verfolgt, definiert und festgelegt. Im Kern ergaben sich folgende gemeinsame Ziele: > > Verzahnung von Planung und Risikotragfähigkeit, > > Konsistenz und Durchgängigkeit im Prozess, > > Szenariofähigkeit – Abbildung von verschiedenen Szenarien der Gesamthausplanung inklusive des adversen Szenarios, > > Verbesserung der Planung von risikogewichteter Aktiva. Verzahnung von Planung und Risikotragfähigkeit Nachdem die Sparkasse derzeit die zentrale Lösung der Sparkassenorganisation zur Risikotragfähigkeit und Kapitalplanung (S-RTF) einführt, wurde schnell klar, dass die Verknüpfung der Gesamthausplanung mit S-RTF einen Hauptfokus im Projekt darstellen wird. Diese Lücke im Prozess wird durch das Kapitalplanungstool von msgGillardon geschlossen. Die Ergebnisse der Ertragsplanung im GuV-PLANER bilden die Basis für die anschließende RWA- und Eigenkapitalplanung. Nach erfolgreicher Planung werden die Ergebnisse entsprechend aufbereitet und können in die S-RTF integriert werden. Konsistenz und Durchgängigkeit im Prozess Prozessabschnitte Ertragsplanung RWA-/EK- Planung ? CRR / RTF Reporting „Transparenz“, „Prüfungssicherheit“ und „Nachvollziehbarkeit“ sind die Schlagwörter, die die Konsistenz und Durchgängigkeit im Prozess am besten beschreiben. Wichtig war der Sparkasse hier, dass die eigenentwickelte, fehleranfällige und wenig zu- Technische Umsetzung GuV-PLANER S-RTF FI-Standard/ Meldewesen kunftsorientierte Lösung auf Excel-Basis abgeschafft wird und die gestellten Anforderungen an Hilfstools im Kapitalplanungstool berücksichtigt werden. Dass dies möglich ist und gelingt, msgGillardon- Kapitalplanung zeigt die Programmfreigabe nach OPDV, die msg-Gillardon durch die SIZ 4 erstellen hat lassen. Abbildung 2: Kapitalplanungsprozess und die technische Umsetzung bei Sparkassen 4 SIZ Service GmbH, eine 100%ige Tochter der Sparkassen-Finanzgruppe. NEWS 01/2017 I 39

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