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02 | 2017 NEWS

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u Unternehmenssteuerung

u Unternehmenssteuerung Es empfiehlt sich, diese Standardszenarien in Batchauswertungen automatisch und regelmäßig zu simulieren. So kann THINC die Risikoergebnisse für das Zinsbuch effizient monatlich oder in einem anderen Turnus berechnen. Die gleichen Szenarien können für die barwertige und für die periodische Risikomessung verwendet werden. Seit Anfang 2017 lassen sich mit der Ergebnisvorschaurechnung (EVR) auch die periodischen Auswertungen in Batchabläufen automatisieren. THINC unterstützt die von der EBA postulierten modernen statischen und dynamischen Risikomodelle einschließlich Value-at- Risk-Berechnung. Auch die Berechnung des Ertragsrisikos über einen längeren Zeithorizont mit unterschiedlichen Annahmen zur Entwicklung des Neugeschäfts ist möglich. Die periodische Ergebnisvorschaurechnung erlaubt die Zerlegung des resultierenden Zinsergebnisses (NII – Net Interest Income) in Einzelbestandteile, insbesondere in die Komponenten > > Ergebnis aus risikolosem Zins, > > Ergebnis aus Liquiditätsbeiträgen, > > Ergebnis aus Margen, > > Ergebnis aus Credit-Spreads, > > Ergebnis aus impliziten Optionen, > > Ergebnis aus Fristentransformation, > > Ergebnis aus risikoloser Anlage. Kapitalunterlegung Mittlerweile muss das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch nicht nur in der Baseler Säule 2 zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit mit internem Kapital unterlegt werden. Die Anwendung des SREP durch die Aufsicht fordert in der Regel auch eine Unterlegung dieses Risikos mit Eigenmitteln im Rahmen des Säule-1+- Ansatzes. THINC kann die Zinsschocks simulieren, die für die Berechnung der Eigenmittelanforderungen erforderlich sind. Aktuell wird die Softwarelösung um eine Komponente zur Bankplanung erweitert. Die Bankplanung simuliert unter Szenarien und Planannahmen mit vereinfachten Rechenverfahren und übersichtlicher Darstellung die Entwicklung der relevanten Größen für die Banksteuerung. Dazu zählen die wichtigsten Ertrags- und Risikokennzahlen und die Auswirkungen auf die Risikotragfähigkeit und die Kapitalquoten. Mit der Komponente Bankplanung können Banken und Sparkassen künftig also auch die Entwicklung der erforderlichen Kapitalunterlegung für das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch unter verschiedenen Szenarien simulieren. Basisrisiko IRRBB fordert die „Messung und Steuerung des Basisrisikos, das sich aus unterschiedlichen Zinsindizes ergibt“. Relevant ist das Basisrisiko für die Geschäfte, die von Referenzzinsen abhängen. Die Kreditinstitute sind angehalten, ihr Basisrisiko regelmäßig zu messen, sofern es für das Haus ein wesentliches Risiko darstellt. In diesem Fall müssen die Spreadänderungen zwischen risikobehafteten Zinskurven in Szenarien simuliert und die Risikowirkung quantifiziert werden. THINC unterstützt schon jetzt die Messung des Basisrisikos für Zinsswaps, indem die Fixing-Zinskurve getrennt von der Bewertungszinskurve vorgegeben werden kann. Dieses Verfahren wird mit dem kommenden Hauptrelease auch für Floater und in einem Folgeschritt allgemein für Rollover-Geschäfte implementiert. Auch Institute, in denen das Basisrisiko nicht wesentlich ist, profitieren von diesen Erweiterungen, weil sie ja zumindest jährlich die Nicht-Wesentlichkeit nachweisen müssen. Implizite Optionen Das Optionsrisiko stellt in den meisten Häusern ein wesentliches Risiko im Anlagebuch dar, weil das zinstragende Kundengeschäft üblicherweise implizite Optionen beinhaltet. Sondertilgungs- und Kündigungsrechte an Kundengeschäften müssen gemäß IRRBB in verhaltensbezogene und automatische Optionen unterteilt werden. Als „automatisch“ bezeichnet die Aufsicht implizite Optionen, die rational gemäß Marktlage ausgeübt werden. Die verhaltensbezogenen Optionen hingegen werden überwiegend aus anderen Gründen, etwa abhängig von der persönlichen Liquiditätssituation des Kunden, ausgeübt. Die Marktsituation 20 I NEWS 02/2017

Unternehmenssteuerung t spielt für die Ausübeentscheidung des Kunden höchstens eine untergeordnete Rolle. Für beide Optionstypen fordert die Aufsicht Stresstests und regelmäßige Parametervalidierungen. Modelleignungsrisiko THINC ermöglicht die Bewertung und Steuerung von automatischen Optionen über ein Optionsbuch. Das Optionsbuch kann sowohl integriert mit dem Zinsbuch als auch separat betrachtet werden. THINC kann auch die Absicherung des Optionsbuchs über Sicherungsgeschäfte wie Swaptions simulieren. Die verhaltensbasierten Optionen werden über Korrektur-Cashflows berücksichtigt, die auf Basis von Ausübequoten in der Regel auf Produkt- oder Teilportfolioebene automatisch generiert werden können. Nutzungsrisiko Implementierungsrisiko Prozessrisiko Input-Datenrisiko Prameter-Schätzrisiko Die neue Komponente Ergebnisvorschaurechnung (EVR) weist die periodischen Ergebnisse aus impliziten Optionen im Rahmen der Ergebnisspaltung aus. (Credit-)Spreadrisiko Die EBA und der Baseler Ausschuss sehen das (Credit-)Spreadrisiko als eine eigene Risikoart, die eng mit dem Zinsänderungsrisiko verwandt ist. Der Baseler Ausschuss fordert die Messung des Spreadrisikos für Anleihen und andere nach Fair Value bewertete Zinspapiere. Abbildung 2: Das Modellrisiko besteht aus verschiedenen Teilrisiken Modellrisiko Als Modellrisiko bezeichnet man potenzielle Verluste, die einem Institut durch Fehler und Schwächen der eingesetzten Bewertungsund Risikomodelle oder durch die unsachgemäße Anwendung eines Modells entstehen können. Das Modellrisiko erstreckt sich von der Auswahl eines Modells über seine Parametrisierung und Implementierung bis zur Verwendung der Modellergebnisse. Wir empfehlen, das Spreadrisiko in THINC für die Zinspapiere des Eigengeschäfts auf Basis von Credit-Spread-Szenarien sowohl isoliert als auch integriert mit dem Zinsänderungsrisiko zu messen. Mit dem kommenden Hauptrelease wird es möglich sein, in THINC auch einen Value at Risk (VaR) für das Spreadrisiko zu berechnen. Dann können Banken den VaR im Marktpreisrisiko sowohl integriert für das Zinsänderungs-, das Fremdwährungs-, das Aktienkurs- und das Spreadrisiko als auch separat für jede einzelne Risikoart simulieren. Das Modellrisiko ist eines der Risiken, die seit der letzten Finanzkrise vermehrt in den Publikationen der nationalen und internationalen Bankenaufsicht adressiert worden sind, beispielsweise in den EBA-Leitlinien zum SREP und in den IRRBB-Papieren der EBA und des Baseler Ausschusses. Es erhält auch in der kommenden MaRisk-Novellierung einen größeren Stellenwert. Banken und Sparkassen müssen einen jederzeit aktuellen und vollständigen Überblick über die im Risikomanagement eingesetzten Methoden und Verfahren haben. Sie müssen die verwendeten Modelle und ihre Parameter mindestens jährlich validieren. Ein Drill-down erlaubt die Analyse der Ergebnisse über mehrere flexibel konfigurierbare Hierarchieebenen. So lassen sich die Auswirkungen von Parameteränderungen und die Hedge- Wirkung von Sicherungsgeschäften detailliert nachvollziehen. msgGillardon unterstützt THINC-Kunden bei der Beherrschung des Modellrisikos durch umfassende Methodenhandbücher, in denen die implementierten Modelle und ihre Parameter genau beschrieben werden. Zusätzlich können die Anwender in THINC NEWS 02/2017 I 21

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